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Ringana Frischekosmetik: So fresh aus Österreich

15. Oktober 2018 | 09:44 Autor: Janina Jörg | WIRTSCHAFTSZEIT Vorarlberg, Tirol, Wien, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten, Schweiz, Burgenland, Liechtenstein, Deutschland, Startseite, Steiermark

„Ohne Parabene, ohne dies und ohne das“, tönt es derzeit von allen Seiten. Warum Ringana aber schon vor 20 Jahre damit begonnen hat auf natürliche Inhaltsstoffe zu setzen, zeigt der Blick hinter die Kulissen bzw. auf das Etikett der österreichischen Kosmetikmarke. Ringana produziert Frischekosmetik, nachhaltig und mit Erfolg. Das einst kleine Familienunternehmen aus der Steiermark hat es weit gebracht hat und verrät was hinter der Marke steckt.

Das Beste für ihre Kinder....
...das wollten Andreas Wilfinger und Ulla Wannemacher schon von Beginn an. Wie die meisten Eltern dachten sie sich, sie möchten bei ihrem ersten Kind alles richtig machen. Nicht nur darum, weil sie schon sehr jung Eltern geworden waren und vielleicht gerade dadurch noch mehr ein Auge auf sie geworfen wurde - in einem kleinen Dorf wie Hartberg in der Steiermark.

Als der Sohn im Kindergarten war, brachte er nach dem Besuch der „Zahnputztante“, welche mit den Kindern Zähneputzen übte, eine kleine Zahnpastatube mit nach Hause.
Eine Kette von bedenklichen Inhaltstoffen brachte das Elternpaar zum Nachdenken und Nachforschen. 1993, das Jahr, in welchem Kosmetikinhaltsstoffe in Österreich erstmals deklariert werden mussten.
Stutzig durch die Liste der Inhaltsstoffe auf der handelsüblichen Zahnpasta, fingen sie selbstständig an zu recherchieren.

„Damals war Google noch nicht so selbstverständlich und auf jedem Handy sofort verfügbar. Wir suchten in Büchern und verbrachten Stunden in Bibliotheken.“
Andreas und Ulla wollten andere auf die bedenklichen Stoffe aufmerksam machen, schrieben sogar an Greenpeace, bis heute ohne Reaktion und beschlossen dann, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

„40 Prozent von Null ist auch Null“
Fast 10 Jahre des Forschens, Entwickelns und Vermarktens hat es gedauert, bis sich erste Erfolge einstellten. Ein steiniger Weg. Doch aufgeben kam für die beiden Idealisten nicht in Frage.
Durch die Entscheidung zu Frischekosmetik, gestaltete sich auch die Vermarktung anfangs schwer uns es musste ein Weg gefunden werden, die Produkte zum Konsumenten zu bringen. Multi Level Marketing hört man oft in Zusammenhang mit Ringana, aber Andreas Willfinger bringt sich nicht gerne mit diesem negativ behafteten Begriff in Verbindung. Auch wenn das Verkaufsprinzip dasselbe ist, möchte sich Ringana hier von anderen teilweise unseriösen Unternehmen abgrenzen. Grund dafür sei nicht eine Marketing Budgetsparvariante mit Ziel auf schnellen Profit, sondern die Produkte selbst. Ringana produziert nur auf Bestellung und mit frischen Zutaten aus der Natur, welche eine nur sehr niedrige Haltbarkeit aufweisen und sich dadurch nicht in Drogeriemärkten listen lassen. Ringana entscheidet sich für den Vermarktung durch sogenannte Frischepartner. Ein Kauf ohne vorherigen Kontakt mit einem der Frischepartner gibt es laut Willfinger gar nicht. Er sieht sie als „kompetentes Sprachrohr“ und eine bessere Werbung als positive Erfahrungswerte gibt es gar nicht. Weiter lassen sich hohe Einkaufskosten und Qualitätsansprüche durch niedriges Marketingbudget und keine Händlerkosten ausgleichen.
Kosmetik als Gesundheitsprodukt

Diesen Ansatz vertritt Ringana mit ihrer Frischekosmetiklinie. In der heutigen Zeit, wo durch diverseste Werbesujets ein optischer Perfektionsanspruch suggeriert wird, setzt das österreichische Unternehmen auf den Gesundheitsfaktor. Das Etwas-für-sich-tun soll im Vordergrund stehen und dabei bei Verpackung und Herstellung auch noch auf die Umwelt zu achten. Der Mensch soll sich nicht nur gesund ernähren, sondern eben auch gesund pflegen, mit guten Inhaltsstoffen und nachhaltig.
Das ganze von innen bestärken können Ringana Kunden dann mit zusätzlichen Nahrungsergänzungskapseln, welche unterstützend wirken sollen. Bei diesem Thema scheiden sich jedoch die Geister und ob es dies bei einer ausgewogenen Ernährung wirklich braucht, muss sowieso jeder für sich entscheiden.

Ringana achtet auf ihren ökologischen Fußabdruck. Bei Verpackungen wird weitestgehend auf Kunststoff verzichtet, zum Schutz der kleinen Glasflakons werden Bio-Baumwollhandtücher umwickelt, verpackt wird mit PVC-freiem Packband und gedruckt mit Pflanzenfarbe.
Die gesamte Produktion wurde nachhaltig aus einem alten Supermarkt umgebaut. Mit E-Tankstelle, Regenwassernutzung und eigener Stromerzeugung versuchen sie vorhandene Ressourcen bestmöglich zu nutzen.

Beim Einkauf der Inhaltsstoffe wird das Nachhaltigkeitsprinzip erweitert auf soziale Komponenten. So wird etwa mit dem Einsatz von Sesamöl aus Uganda gleichzeitig auch ein soziales Projekt gefördert, welches südsudanesische Flüchtlinge dort unterstützt. Auch in der Produktion in Hartberg ist es wichtig, sich sozial zu engagieren und so werden behinderte oder sozial schwächere Mitarbeiter gefördert und unterstützt.

Stetiges Wachstum
Im Jahr 2017 machte Ringana einen Jahresumsatz von 60 Mio. Euro. Eine Zahl, die sich sehen lassen kann, vor allem vor dem Hintergrund, dass sich dieser Wert seit 2015 verdoppelt hat. Das Unternehmen möchte weiter wachsen, den eingeschlagenen Weg weiter gehen, Exportmärkte aufbauen, die nachhaltige Produktionsweise weiter ausbauen. Laut Wilfinger gibt es hier keinen Stopp. „Es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß, sondern viele Grauzonen der Nachhaltigkeit, die es zu beschreiten gibt.“
In der Entwicklung arbeiten 13 ChemikerInnen stetig an neuen Produktinnovationen. Ein aluminiumfreies Deo, ein Tonic Calm mit probiotischen Wirkstoffen zur Gesichtsreinigung oder ein Frischedrink als Energiekick für Zwischendurch waren die Produktneuheiten 2018.
Privat möchte Andreas Wilfinger dieselben Werte leben und steht zum Thema Nachhaltigkeit mit einer sehr gesunden Einstellung: „Wir gehen sehr weit, aber es muss trotzdem noch komfortabel sein. „

Der älteste Sohn – der, der damals die benannte Zahnpastatube mit nach Hause brachte – arbeitet inzwischen in einer Führungsposition im Unternehmen. Der jüngere Sohn studiert derzeit noch. Andreas Willfinger und Ulla Wannemacher ergänzen sich nach wie vor in ihrer Führungsaufgabe und möchten das Unternehmen weiterhin auf Erfolgskurs halten.

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Angerstraße 1, 8230 Hartberg
Österreich
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