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Kooperation der Universität Liechtenstein mit dem Stadtmuseum und Stadtarchiv Dornbirn: Architekturstudierende beginnen mit dem Aufbau für die Ausstellung "Inszenierte Wirklichkeit".

Ausstellung "Inszenierte Wirklichkeit": Kooperation der Universität Liechtenstein mit Stadtmuseum und Stadtarchiv Dornbirn

18. Mai 2015 | 09:20 Autor: Uni Liechtenstein Startseite, Liechtenstein, Vorarlberg

Vaduz/Dornbirn (FL/A) Im Sommersemester 2015 haben sich Architekturstudierende der Universität Liechtenstein mit der Kriegsfotografie der beiden Dornbirner Fotografen Dr. Franz Bertolini und Franz Beer auseinandergesetzt. Entstanden ist ein Konzept für die Ausstellung "Inszenierte Wirklichkeit", die am 23. Mai 2015 im Stadtmuseum Dornbirn eröffnet wird.

Die Sonderausstellung ist als Kooperationsprojekt des Stadtmuseums Dornbirn unter Leitung von Hanno Platzgummer, des Stadtarchivs Dornbirn unter der Leitung von Werner Matt und des Instituts für Architektur und Raumentwicklung der Universität Liechtenstein in Betreuung der Dozenten Kathrin Aste, Alberto Alessi und Verena Rauch entstanden.

Kriegsfotografie – Inszenierte Wirklichkeit
Thematik der Ausstellung "Inszenierte Wirklichkeit – Private Chroniken einer Front" ist die tatsächliche und inszenierte Wirklichkeit der Kriegsfotografie des Ersten Weltkrieges. Im Fokus stehen die Fotografien von Dr. Franz Bertolini und Franz Beer, die als zwei der einflussreichsten Dornbirner Fotografen die visuelle Grundlage für die Deutung und Darstellung des Ersten Weltkrieges im Grenzgebiet der Dolomiten schufen. Fotografie wird meist unbedacht als Abbild der Realität verstanden, ohne den Wahrheitsgehalt des Dargestellten zu hinterfragen. Auch die in der Ausstellung präsentierten Bilder des ersten Weltkrieges entsprechen häufig keinen realen Kriegssituationen, sondern von Beer und Bertolini inszenierten Wirklichkeiten.

Kritische Auseinandersetzung anregen
Zehn Studierende des Bachelorstudienganges Architektur der Universität erarbeiteten ein Ausstellungskonzept, das den archivarisch-dokumentarischen Ansatz des Museums und die architektonisch-konstruktive Perspektive der Universität Liechtenstein vereint. Entstanden ist eine Installation im Außenraum des Museums sowie eine Kabinettpräsentation im Inneren, die die originalen Fotografien zeigt. Das Ergebnis soll als Schnittstelle der beiden Disziplinen zu einer Auseinandersetzung mit der Diskrepanz zwischen realer und inszenierter Fotografie der beiden Privatfotografen anregen.

Reflektion 100 Jahre später
Die Eröffnung der Sonderausstellung findet in Anlehnung an den Ausmarsch der Dornbirner Standschützen am 23. Mai 1915 bewusst hundert Jahre später statt. Die Sonderausstellung wird von der Kulturabteilung der Stadt im Rahmen der Dornbirner Kulturtage mit einer Reihe besonderer Interventionen verschiedener lokaler Kultureinrichtungen begleitet. Das Programm wird in Kürze bekannt gegeben.

Ausstellung: Inszenierte Wirklichkeit

Dornbirn, Stadtmuseum & Stadtarchiv
Ausstellungseröffnung: Samstag, 23. Mai 2015, 10.00 Uhr
Ausstellung 23. Mai – 27. September 2015, 10-12 Uhr und 14-17 Uhr

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